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Dynamischer Sitz-Komfort mit „Physix”

Mit „Physix” bringt Vitra Bewegung in den Büroalltag. Das renommierte Unternehmen folgt mit dem von Alberto Meda designten Bürostuhl der Tradition des „kontinuierlichen Stuhls“, bei dem Sitz und Rücken verbunden sind. Der Clou liegt in der Kombination aus flexiblem Kunststoffrahmen, elastischem Strickbezug und integrierter Synchronmechanik.

 

„Physix“, der neue Bürostuhl von Vitra. Entwickelt von Vitra in der Schweiz, Design von Alberto Meda. Foto: Vitra

„Physix“, der neue Bürostuhl von Vitra Foto: Vitra

Vielfach untersucht und ebenso oft belegt, ist die optimale Büroausstattung nicht nur für die tagtägliche Motivation, sondern auch langfristig für die Gesundheit von essenzieller Bedeutung. Kein Wunder, verbringen wir doch kaum sonst irgendwo so viele Stunden am Stück wie im Büro – und das noch dazu sitzend. Mehr Bewegung schon während der Arbeit und nicht erst danach wird von medizinischer Seite immer wieder auf’s Neue angeregt und gefordert, „gesundes“, weil dynamisches Sitzen heißt die Lösung, „Physix“ die Antwort von Vitra und Alberto Meda.

 

Neue Dimension dynamischen Sitzens

Der Mailänder Designer und Ingenieur lotete mit dem neuen Bürostuhl die Möglichkeiten des dynamischen Sitzens aus und definiert diese kurzerhand neu. Für den Ingenieur Meda ist „Physix“ eine Studie physikalischer Gesetzmäßigkeiten und eine konstruktive Herausforderung, als Designer schafft er eine elegante Ästhetik, indem er die im Stuhl integrierten Funktionen betont und gleichzeitig dessen visuelle Komplexität auf ein Minimum reduziert.

„Das Konzept von Physix basiert auf einem Wechselspiel der Kräfte Zug und Druck. Die Konstruktion aus starren und flexiblen Elementen konnte dank moderner Materialien und Fertigungstechniken realisiert werden. Die Form des Stuhls offenbarte sich dabei erst während des Konstruktionsprozesses“, so Alberto Meda. Unter Nutzung aktueller material- und produktionstechnischer Möglichkeiten komponierte er bei „Physix“ drei Elemente zu einem neuen dynamischen Sitzerlebnis.

 

Flexible Rahmenkonstruktion

Alberto Meda vereinte bei „Physix“ eine flexible Rahmenkonstruktion, einen elastischen Strickbezug und eine stabilisierende Mechanik-Einheit. Foto: Vitra

Alberto Meda vereinte eine flexible Rahmenkonstruktion, einen elastischen Strickbezug und eine stabilisierende Mechanik-Einheit. Foto: Vitra

Mit der filigranen Rahmenkonstruktion von „Physix“ werden die Möglich- keiten moderner Kunststoffe in Bezug auf Flexibilität und Stabilität konsequent ausgenutzt. Die organischen Seitenholme aus Polyamid lassen sich wie bei einem flexiblen Scharnier verformen, das der Bewegung des menschlichen Körpers beim Zurücklehnen folgt. Die Elastizität der schlanken Profile steuert Meda, indem er diese über eine Veränderung des Querschnitts in flexible und starre Zonen gliedert. Die flachen Armlehnen des Stuhls sind auf ähnliche Weise verformbar, während die übrigen Rahmenelemente in hochfestem Kunststoff ausgeführt sind.

 

Elastischer Strickbezug

Eine einteilige Bespannung aus Formgestrick wird zwischen den Seiten- holmen aufgespannt und bildet so eine frei tragende, durchgehende Sitz- und Rückenpolsterung. Für „Physix“ entwickelten Alberto Meda und Vitra ein mehrfädiges, hoch belastbares Formgestrick, das gleichzeitig in sich so elastisch ist, dass es sogar eine dreidimensionale Verformung der Sitzschale erlaubt. Rahmen und Bespann- ung folgen den Bewegungen des Nutzers in alle Richtungen, ja sogar diagonal. Der Strickbezug verfügt zudem über verdichtete Zonen, die beispielsweise im Lumbalbereich für die notwendige Stützung des Rückens sorgen. In seiner Transparenz trägt das Stricktextil zudem zur visuellen Leichtigkeit des Stuhls bei und erlaubt fein nuancierte Farbkombinationen.

 

Stabilisierende Mechanik

„Physix“ ist im Fachhandel erhältlich und erobert nach erfolgreicher Präsentation auf der ORGATEC nun die Büros. Foto: Vitra

„Physix“ ist im Fachhandel erhältlich und erobert nach erfolgreicher Präsentation auf der ORGATEC nun die Büros. Foto: Vitra

Für den präzise gesteuerten biomechanischen Bewegungsablauf sorgt die in den Stuhl integrierte Synchronmechanik. Zwei markante Aluminiumbügel auf der Rückseite des Stuhls übertragen die Bewegung der Seitenholme auf Spiralfedern, die in einem Gehäuse unter dem Sitz untergebracht sind. So entsteht ein in jeder Sitzposition exakt steuerbarer und gewichtsabhängig regulierbarer Bewegungs- ablauf, bei dem sich Sitz und Rücken in einem festgelegten Verhältnis synchron zueinander bewegen und den Nutzer immer wieder in seine Ausgangsposition zurückbringen. Die beiden Hebelarme der Mechanik- Einheit sind dabei voneinander entkoppelt und steuern die Seitenholme aus Kunststoff unabhängig voneinander an – und erlaubt so noch mehr Freiheit bei seitlicher Bewegung.

 

www.vitra.com

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