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„Newcomer“ und „Personality“ geehrt

Das Geheimnis ist gelüftet: Beim German Design Award wurde Benjamin Würkner als Newcomer 2017 und Hasso Plattner mit dem Personality Award geadelt.

 

Benjamin Würkner wurde als „Newcomer des Jahres 2017“ beim und mit dem German Design Award ausgezeichnet. © Rat für Formgebung

Es war spannend und geheim bis zum Schluss, erst bei der Preisverleihung des German Design Award am 10. Februar im Rahmen der „Ambiente“ in Frankfurt wurde verraten, wer das Rennen gemacht hat. Vorhang auf und Bühne frei hieß es dann für den „Newcomer des Jahres 2017“ Benjamin Würkner. Gegen mehr als 120 nominierte Nachwuchsdesigner konnte sich der kreative Kopf im Auswahlverfahren durchsetzen. Über 1.400 Gäste verfolgten gespannt die feierliche Bekanntgabe und freuten sich mit dem jungen Designer über diese besondere, jährlich vergebene Auszeichnung, die den 1988 geborenen Würkner nun ebenfalls krönt.

 

Starker Newcomer

Der prämierte Nachwuchsdesigner brilliert – wie mit „Fiberspider“, der generativen Erzeugung eines Glasfaserkomposits, inspiriert durch das natürliche Vorbild des Gieflkannenschwamms. © Benjamin Würkner

Denn bereits mit mehreren wichtigen Designpreisen und Auszeichnungen wurde der 1988 geborene Designer bedacht, der von 2009 bis 2015 Design an der Hochschule für Gestaltung Offenbach am Main studierte, sich in seiner Arbeit besonders für parametrische Entwurfsmethoden und den Einsatz generativer Prozesse, die durch Bionik und Materialien inspiriert werden, interessiert und zudem Mitgründer von Spacekitchen Frankfurt – einem Studio für disziplinübergreifendes Design und Architektur – ist. Nach der Besonderen Anerkennung des Lucky Strike Junior Designer Award, der Honorable Mention des Materialica Design + Technology Award (Munich Expo) und der Auszeichnung beim materialPREIS (raumPROBE) im Jahr 2015 sowie unter anderem einem Preis für den innovativsten Lautsprecher (Konzept) sowie die Prämierung beim Red Dot Design Award und beim iF Design Award gesellt sich mit dem Newcomer des German Design Awards nun eine weitere relevante Auszeichnung hinzu.

 

Mehr als „nur“ ein Award

Mit „Shell“ entwickelte eine Topologie, bei der die lokalen Formen in Relation mit der globalen Form stehen. © Benjamin Würkner

Es ist eine ganz besondere Würdigung – und die gezielte Förderung talentierter Nachwuchsdesigner ein zentrales Anliegen des Rat für Formgebung. Dieser einzigartige Preis für junge Designerinnen und Designer betont dies eindrücklich und unterstützt zugleich die berufliche Entwicklung der ausgezeichneten Gestalter. „Mit dem Newcomer Award können wir besonders vielversprechenden Designern einen echten Karrierebeschleuniger bieten und zugleich die öffentliche Aufmerksamkeit auf die Wichtigkeit der Nachwuchsförderung im Design lenken“, so Andrej Kupetz, Hauptgeschäftsführer des Rat für Formgebung. „Und es ist eine Förderung, die ihre Wirkung zeigt – etliche Preisträger der vergangenen Jahre arbeiten heute für renommierte Unternehmen und sind exzellente Repräsentanten einer jungen und innovativen Designszene.“

 

Viele Chancen

Denn das Preisgeld von 15.000 Euro für den Gewinner ist dabei nur ein Baustein, darüber hinaus eröffnet die gezielte Unterstützung beim Knüpfen neuer Kontakte und bei der Generierung medialer Aufmerksamkeit eine Vielzahl neuer Chancen.

Die vier weiteren „Newcomer“-Finalisten beim German Design Award 2017: Dirk Biotto, Janine Dasbeck, Peter Otto Vosding und Philippe Vossel. © Rat für Formgebung

 

 

Von diesen Privilegien profitieren ebenfalls die vier weiteren Finalisten Dirk Biotto, Janine Dasbeck, Peter Otto Vosding und Philippe Vossel. Der Rat für Formgebung bringt sie bei exklusiven Anlässen in direkten Kontakt mit seinen Stiftungsmitgliedern, führenden Köpfen der designorientierten Wirtschaft in Deutschland, zudem erhalten sie jeweils ein Preisgeld von 2.500 Euro.

„Wir sind begeistert“ – Philipp Thesen

Rücken sie damit verstärkt in den Fokus der Designwelt und designaffiner Labels, engagiert sich die Deutsche Telekom in diesem Jahr erneut in der Kategorie Newcomer. „Für die Deutsche Telekom wird Design immer mehr zum Change Agent der digitalen Transformation. Das erfordert ein neues Mindset, das wir uns gerade von jungen Designern erhoffen. Deshalb unterstützen wir die Newcomer. Wir sind begeistert, wie souverän Benjamin Würkner den Einsatz von Materialien und neuen Verfahrenstechniken erforscht und daraus Innovationen entwickelt. Wir gratulieren ihm ganz herzlich zu dieser Auszeichnung!“, so Philipp Thesen, Senior Vice President Design, Deutsche Telekom.

 

Applaus für „German Design Award Personality 2017“

Doch nicht nur Benjamin Würkner wurde als „Newcomer“ ausgezeichnet.

Prof. Dr. h. c. Hasso Plattner ist German Design Award Personality 2017. © Rat für Formgebung

Vielmehr wurde zudem auch SAP-Mitgründer und ehemaliger -Vorstandsvorsitzender Hasso Plattner mit dem Personality Award geehrt.
Seit über zehn Jahren treibt Plattner das Thema Design Thinking international voran, insbesondere durch das Hasso Plattner Institute of Design an der Stanford University in Palo Alto und die HPI School of Design Thinking am Hasso Plattner Institut in Potsdam. Seinem besonderen Engagement ist es zu verdanken, dass Design Thinking als anerkannte Methode in Unternehmen auch auf oberster Führungsebene angekommen ist.
„Sein Engagement hat maßgeblich dazu beigetragen, dass diese aus dem Designprozess heraus entwickelte Methode heute international in Studiengängen und Workshops gelehrt und konsequent weiter erforscht wird“, so die Jury in ihrer Begründung.

„Ein wichtiges Element im Design von Interaktion ist die Einfachheit.“ – Hasso Plattner

Die Jury sieht Verdienste des Design Thinking unter anderem in der Verbesserung des Interactive Design, das durch die zunehmende Digitalisierung unabdingbar geworden ist. „Ein wichtiges Element im Design von Interaktion ist die Einfachheit. Einfachheit bedeutet nicht Mangel an Funktionalität, sondern die klare und schnell erfassbare Funktionalität“, so Plattner selbst, der mit der Personality-Auszeichnung des German Design Award 2017 eine hochkarätige Prämierung erhielt. Ehre, wem Ehre gebührt, hielt Ulrich Weinberg, Leiter der HPI School of Design Thinking bei der Preisverleihung die Laudatio auf den Unternehmer aus Potsdam.

 

Gewinner „on stage“

Freilich wurden aber nicht nur Würkner und Plattner, sondern zudem zahlreiche Kreationen mit dem Top-Designpreis geadelt und werden nun in mehrfachem Rampenlicht präsentiert.
So sind die Gewinner aus dem Bereich Produktdesign im Rahmen der „Ambiente“ vom 10. bis 14. Februar 2017 in der Galleria Nord der Messe Frankfurt zu sehen. Die Sieger im Kommunikationsdesign werden dann vom 11. bis zum 26. Februar 2017 im Museum Angewandte Kunst, Frankfurt, gezeigt, wo am 10. Februar bereits die Vernissage stattfand. In beiden Ausstellungen werden darüber hinaus die fünf „Newcomer Finalists“ sowie Hasso Plattner, Preisträger Personality Award, präsentiert.
Alle Gewinner des German Design Award 2017 werden zudem in der Online-Galerie auf der Website des German Design Award präsentiert.

 

www.german-design-award.com

www.german-design-council.de

 


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