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„Eine eigene Stilrichtung“

Mit NEO/CRAFT beschreitet Sebastian Scherer eigene Wege. Die Kreationen sind eine Symbiose von altem Handwerk und neuer Technik. Ein Einblick.

 

Sebastian Scherer beschreitet mit NEO/CRAFT nun eigene Designpfade. © NEO/CRAFT/Sebastian Scherer

Sebastian Scherer beschreitet mit NEO/CRAFT nun eigene Designpfade. © NEO/CRAFT

Sebastian Scherer lässt aufhorchen. Der Designer begibt sich mit NEO/CRAFT auf eigene, neue Designpfade und vereint dabei – scheinbar – Gegensätzliches zu einzigartigen Designmöbeln und Wohnaccessoires. Traditionelles, altes Handwerk und modernste Verarbeitungstechnologie bringt der kreative Kopf mit seinem Label in innovativen Leuchten, Tischen & Co. aber nicht „nur“ zusammen, vielmehr entstehen sie gerade aus deren Zusammenspiel heraus.
Mit diesem etwas anderen Ansatz und gleich mehreren Kreationen erobert Sebastian Scherer und NEO/CRAFT nun die Designwelt – und gewährt in einem Interview einen spannenden Einblick in sein Label, seine Intentionen, den Designprozess und mehr.

 

 

Wofür steht der Name NEO/CRAFT?

Die Kreationen wie die Lampe „Iris“ entstehen aus dem Zusammenspiel von altem Handwerk und neuen Technologien. © NEO/CRAFT/Sebastian Scherer

Die Kreationen wie „Iris“ entstehen aus dem Zusammenspiel von altem Handwerk und neuen Technologien. © NEO/CRAFT

NEO/CRAFT bedeutet eine Neuinterpretation von altem Handwerk verbunden mit neuen Technologien. Auf meine Objekte bezogen, kann man dieses Zusammenspiel sehr gut erkennen. Bei meiner Lampe „Iris“ zum Beispiel: Die Glaskugel ist aus traditionell mundgeblasenem Glas, dann aber mit einer neuartigen sogenannten dichriotischen Beschichtung veredelt, die unter Laborbedingungen entsteht. Der Entstehungsprozess ist immer auch eine Art Forschungsprozess, der den künstlerischen Ausdruck der Objekte in den Fokus rücken soll. Mit NEO/CRAFT will ich Möbel und Wohnaccessoires schaffen, die zwar funktional, handwerklich anspruchsvoll aber auch neuartig und innovativ sind.

 

Die Lampe „Iris“ aus traditionell mundgeblasenem Glas, veredelt mit einer neuartigen Beschichtung. © NEO/CRAFT/Sebastian Scherer

Die Lampe „Iris“ aus traditionell mundgeblasenem Glas, veredelt mit einer neuartigen Beschichtung. © NEO/CRAFT

Welchen Weg willst du mit deinem eigenen Label einschlagen und warum startest du gerade jetzt?

Ich trage den Gedanken ein eigenes Label zu gründen schon lange mit mir herum. Seitdem ich dieses Jahr mit „Iris“ den Lexus Design Award gewonnen habe, bekomme ich vermehrt Anfragen von Händlern, Architekten und Privatpersonen. Der logische Schritt führt jetzt in die Selbstständigkeit. Ich will zukünftig bei NEO/CRAFT als Designer und Creative Director tätig sein. Ich plane auch mit anderen Designern zusammen zu arbeiten. NEO/CRAFT soll für eine eigene Stilrichtung stehen, die sich durchaus auch durch den Input anderer Künstler weiterentwickeln kann und soll.

 

Seifenblasen inspirierten Sebastian Scherer zum Leuchtobjekt „Iris“. © NEO/CRAFT/Sebastian Scherer

Seifenblasen inspirierten Sebastian Scherer zum Leuchtobjekt „Iris“. © NEO/CRAFT

Von der Inspiration bis zum fertigen Objekt – wie sieht der Schaffensprozess aus?

Mich inspirieren alltägliche Dinge ebenso wie Mode, Zeitgeist und Kunst. Die Idee zu „Iris“ hatte ich zum Beispiel während des Besuches der Mailänder Möbelmesse, als ich Kindern beim Spiel mit Seifenblasen zusah. Ich dachte sofort, dass es interessant wäre ein Leuchtobjekt zu entwickeln, das die Ästhetik einer Seifenblase hat. Während des Arbeitsprozesses versuche ich dann meinen Ideen eine Form zu geben. Ich sehe mich als Forscher, der zwar immer ergebnisorientiert arbeitet, aber auch in einen offenen Prozess eingebunden ist. Welche Materialien ich verwende, mache ich dabei abhängig von den Bearbeitungstechnologien. Bis jetzt habe ich meist mit Aluminium, Stahl oder Glas gearbeitet.

 

www.neocraft.com


Quelle&Interview: BAGO DIWA;
Headline&Intros: WOHNDESIGNERS
NEO/CRAFT in der Bildershow

 

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