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Schau und Experiment

Ein Pop-up-Projekt von Vitra und Camper bereichert den Vitra Campus. Gestaltet wurde es vom Architekten Diébédo Francis Kéré.

 

Now opened: Das Pop-up-Projekt von Vitra und Camper am Vitra Campus. © Vitra

Now opened: Das Pop-up-Projekt von Vitra und Camper am Vitra Campus. © Vitra

Reinspaziert, reingeschaut heißt es in Weil am Rhein. Dabei lockt nicht nur die „Making Africa“-Ausstellung des Vitra Design Museums, sondern seit kurzem zudem ein spannendes Highlight auf dem Vitra Campus: Am 18. Juni eröffnete für drei Monate im Dome das von Vitra und Camper gemeinsam realisierte Pop-up Projekt. Gestaltet wurde es vom aus Burkina Faso stammenden, in Berlin ausgebildeten Architekten Diébédo Francis Kéré, der bereits mit zahlreichen innovativen Bauprojekten große Aufmerksamkeit erregt hatte. Wird eine seiner Kreationen auch in der laufenden Schau „Making Africa gezeigt“, wird seine Arbeit mit der Realisierung des Vitra & Camper Pop-up Projekts nun auf dem Vitra Campus praktisch realisierbar.

 

Spezielles Story-Telling

Entdecken: Das Projekt erzählt auf besondere Weise Geschichten. © Vitra

Entdecken: Das Projekt erzählt auf besondere Weise Geschichten. © Vitra

So werden im Pop-up Projekt Geschichten erzählt – und das gleich in doppelter Hinsicht. Einerseits wird die Ethical Fashion Initiative vorgestellt, ein Programm der Vereinten Nationen, das die Arbeit von Handwerkern aus Ländern wie Äthiopien oder Haiti fördert, indem es die Zusammenarbeit mit renommierten Designern und Marken, zu denen auch Camper gehört, ermöglicht. Werden Modelle dieser Limited Edition exklusiv im Dome auf dem Vitra Campus zu sehen sein,wird andererseits auch das Schuhmacherhandwerk demonstriert, u.a. durch einen Schuhmacher, der vor Ort Schuhe fertigt. Last but not least werden Inhalte der aktuellen Ausstellung des London Design Museums „Life on Foot“ gezeigt sowie Projekt zudem mit ausgesuchten Camper-Produkten aus der Herbst/Winter Kollektion 2015/16 komplettiert.

 

Etwas anderes Erlebnis

Erlebnis: Das Pop-up-Projekt ist noch drei Monate zu sehen und erleben. © Vitra

Erlebnis: Das Pop-up-Projekt ist noch drei Monate zu sehen und erleben. © Vitra

Das Pop-up-Projekt ist zugleich aber auch mehr als eine reine Schau. Vielmehr geht es für die Kooperationspartner Vitra und Camper bei diesem temporären Projekt auch um die experimentelle Erprobung neuer Retail-Konzepte, die darauf abzielen, das Einkaufen zum Erlebnis zu machen und Kunden an die Marke zu binden. So kann das Publikum im Dome auf digitalem Weg Informationen über die einzelnen Modelle sowie über die Hintergründe ihres Designs abrufen. Als innovatives Service-Element gesellt sich zudem ein Scanner dazu, der die Füße der Kunden präzise vermisst. Auf Grundlage der so gewonnen Daten lässt sich einerseits der am besten passende Schuh finden, andererseits gibt es die Möglichkeit, sich eine der individuellen Fußform optimal angepasste Einlegesohle fertigen zu lassen, darüber hinaus können die Scan-Daten aber selbstverständlich auch für spätere Online-Einkäufe bei Camper genutzt werden.

 

Auftakt

So geben sich die beiden renommierten, familiengeführten Unternehmen bei dem Pop-up-Projekt, der ersten direkten Zusammenarbeit, hier die Hand: Ist für Vitra die Kooperation eine willkommene Gelegenheit, seine in 80 Jahren gewachsene Kompetenz in Sachen Retail einem breiteren Publikum zu demonstrieren, zeigt Camper mit dem gemäß dem Motto „Identity through diversity“, seinem Konzept bei der Gestaltung der eigenen Geschäfte, kreierten Projekt seine Kompetenzen. Beide Labels sind designgetrieben und zum Teil mit den gleichen Gestaltern verbunden – so etwa im Fall von Konstantin Grcic, Jasper Morrison oder Hella Jongerius – und es ist gut möglich, dass die jetzt beim Pop-up Projekt erprobte Kooperation den Beginn einer langfristigen Zusammenarbeit zwischen diesen Partnern markiert.

 

www.vitra.com

www.camper.com

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