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Eine Liga für sich

Das Erfolgsmodell der WIEN PRODUCTS Collection schreibt international Geschichte. Jetzt wurde die Ausgabe des Jahres 2013 präsentiert.

 

Kerzenleuchter „Mono“, Alexander Gufler für Werkstätte Chlada | Foto: © Klaus Fritsch

Kerzenleuchter „Mono“, Alexander Gufler für Werk- stätte Chlada | Foto: © Klaus Fritsch

Jedes Jahr werden die Karten neu gemischt: Die Initiatorin der WIEN PRODUCTS Collection – die Wirtschaftskammer Wien – führt jährlich Designer und Wiener Traditionsbetriebe zusammen, mit dem Ziel, neue Ideen und bewährte Arbeits- weisen miteinander zu verknüpfen. Die spannenden Entwicklungsprozesse sind ein Give and Take: Einerseits profitieren Designer vom Knowhow der Betriebe, diese wiederum andererseits von neuen Entwurfsansätzen.

Bereits seit 2006 wird die Kollektion, deren Produkte den gestalterischen Stil der Unternehmen reflektieren und ihn zugleich um neue Ansätze und zeitge- nössische Ästhetik bereichern, einmal im Jahr von Unternehmen der Export- initiative WIEN PRODUCTS umgesetzt, einer 1995 von der Wirtschaftskammer Wien ins Leben gerufenen Dachmarke. Sie ist der Beweis dafür, dass die Kraft guter Gestaltung und herausragender handwerklicher Ausführung ein immer- währendes Erfolgsrezept ist.

 

Die Neuen Neun

Soeben wurde die WIEN PRODUCTS Collection 2013 der Öffentlichkeit präsentiert. Dieses Jahr beteiligten sich insgesamt neun Unternehmen an dem Projekt. „Die WIEN PRODUCTS Collection kommt den Bedürfnissen anspruchsvoller Konsumenten in besonderer Weise entgegen“, sagt Brigitte Jank, Präsidentin der Wirtschafts- kammer Wien. „Ästhetik aus Designerhand, hohe Materialqualität und perfekte handwerkliche Verarbeitung werden weltweit zunehmend nachgefragt. Objekte der WIEN PRODUCTS Collection finden auch international Beachtung und helfen, attraktive neue Märkte und Zielgruppen zu erschließen.“

 

Silber-Schein

Salz- und Gewürzgefäße „Saliera“, Thomas Feichtner für Jarosinski & Vaugoin | Foto: © Klaus Fritsch

Salz- und Gewürzgefäße „Saliera“, Thomas Feichtner für Jarosinski & Vaugoin | Foto: © Klaus Fritsch

Die Edelwerkstatt Jarosinski & Vaugoin präsentierte die neuen Salz- und Gewürz- gefäße „Saliera“ von Designer Thomas Feichtner, der für deren Produktion erstmals 3D Rapid Prototyping in die Produktentwicklung der traditionsreichen Manufaktur einführte. Proportionen, Funktion und Haptik konnten so optimiert werden, bevor die Stücke in Silber gefertigt wurden. Das von der berühmten „Saliera“ inspirierte Set besteht aus einem Salzfass und einer Serie von Gewürzstreuern. Durch Kippen des Salzfasses kann man mit zwei Fingern das Salz entnehmen und verstreuen. „Ich wollte nicht eine zweite Saliera entwerfen, sondern ihr Konzept im Umgang mit Salz neu aufgreifen“, sagt Thomas Feichtner über seinen Entwurf.

Designer Alexander Gufler hingegen kreierte für die Werkstätte Chlada den Kerzenleuchter „Mono“, wobei ihm seine frühere Tätigkeit als Goldschmied beim Umgang mit dem Werkstoff Zinn zugute kam. Er stimmte seinen Kerzenleuchter genau auf die Produktionsmöglichkeiten des Unternehmens ab. Ganz auf die Serienproduktion fokussiert, versah er das Objekt mit einem reduzierten, industriellen Charakter. „Mir ging es darum, den klassischen Kerzenhalter, wie er seit der Antike hergestellt wird, formal in die heutige Zeit zu transportieren“, erklärt Alexander Gufler. „Denn auch die Werkstätte Chlada steht für klassisch gestaltete Produkte.“

 

Ganz Glas

Serie „Eckhart“, Sebastian Menschhorn für J. & L. Lobmeyr | Foto: © Klaus Fritsch

Serie „Eckhart“, Sebastian Menschhorn für J. & L. Lobmeyr | Foto: © Klaus Fritsch

Schon lange kennen einander Sebastian Menschhorn und die Wiener Glasmanufaktur J. & L. Lobmeyr, die seit einigen Jahren bereits auch erfolgreich miteinander arbeiten. Nun haben sie ihr erstes Projekt für die WIEN PRODUCTS Collection entwickelt: Die starke, durch das Zu- sammenspiel aus rohen und geschliffenen Elementen fast archaisch wirkende Serie „Eckhart“, in der sich die Erfahrung des Designers im Umgang mit dem Werkstoff Glas wieder finden lässt. „Kern des Entwurfs ist ein Schliff, der rundes Glas teilweise facettiert“, erklärt Sebastian Menschhorn. „Der Übergang von rund zu eckig, die Einfachheit der Technik und die Tatsache, dass das Rohglas im Runden erhalten bleibt, finde ich sehr spannend.“

Auf Glas setzte auch der französische Designer Thomas Bastide mit dem Wodka-/Kaviar-Set „IKRA ICE“, gestaltet für Wiener Silber Manufactur. Seine Intention war es, fließendem Wasser eine Form zu geben. Gleichzeitig trug er der Wiener Silber Manufactur als innovatives Traditionsunternehmen in besonderer Weise Rechnung, indem er mit Anleihen an Josef Hoffmann – dem die Wiener Silber Manufactur einige ihrer prominentesten Entwürfe verdankt –  dezidiert zeitgenössische Ästhetik in Glas goss. „Das Kühlen der Gläser, des Wodkas oder Kaviars wird durch ein majestätisches Gefäß ermöglicht. Es wird zum Zentrum des Interesses auf einem Tisch“, unterstreicht Thomas Bastide seinen Entwurf.

 

Extra-Klasse

„Plattentasche 7“ Recordbag, Julian Horn für R. Horn‘s Wien | Foto: © Klaus Fritsch

Plattentasche 7“ Recordbag, Julian Horn für R. Horn‘s Wien | Foto: © Klaus Fritsch

Ein besonderes Konzept mit nostalgischem Touch ließ sich Julian Horn mit der aus Kalbs- und Ziegenleder gefertigten Plattentasche 7“ Recordbag, produziert von R. Horn‘s Wien, einfallen. Sie dient der praktischen, sicheren und stilvollen Unterbringung alter Vinyl-Schall- platten. Gemäß des wichtigsten Designergesetzes „Form follows function“, das auch der gestalterische Grundsatz der Wiener Leder- manufaktur ist, entbehrt die Tasche jeglicher unnötiger Extras und bedient sich feinstem Materials in aufwändiger Verarbeitung und hoher Nutzerfreundlichkeit. „Meine Motivation, die Tasche zu entwerfen, war persönlicher Natur. Ich bin selbst begeisterter Sammler interessanter alter Platten“, beschreibt Julian Horn seine Motivation zum Entwurf. „Weil solche Scheiben beträchtlichen Wert erreichen können, sollten sie auch in einer entsprechenden Tasche aufbewahrt und transportiert werden.“

Die WIEN PRODUCTS Collection 2013 hält aber noch weitere „Schmuckstücke“ wie dieses parat: Neben dem Ohrschmuck „Calice“ von Rainer Mutsch für A.E. Köchert, dem Armband „Linked: diamonds + spades …“ von Atelier Allure by Thomas Hauser für Schullin Wien und den Ringen „Urkraft“ von Stefan Knopp für SKREIN* – Die Schmuckwerkstatt wurde auch die Porzellanfigur „Gerfalke“ von Matthias Claudius Aigner für Wiener Porzellanmanufaktur Augarten in die Kollektion aufgenommen.

 

www.alexandergufler.com

www.atelierallure.com

www.augarten.at

www.chlada.com

www.facebook.com/mc.aigner.art

www.koechert.at

www.lobmeyr.at

www.rainermutsch.net

www.schullin.at

www.skrein.at

www.sebastianmenschhorn.com

www.thomas-bastide.com

www.thomasfeichtner.com

www.vaugoin.com

www.wienersilbermanufactur.com

www.wienproducts.at

 

WIEN PRODUCTS Collection 2013 in Bildern

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