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Symbiose von Handwerk und Design

Wie passen Handwerk und Design zusammen? Das druckfrische Buch „Craft-based Design“ portraitiert heimische Gestalter und gibt besondere Einblicke.

 

„Craft-based Design“: Die druckfrische Publikation portraitiert heimische Gestalter auf besondere Weise. © NDU

 

Viel zitiert sind sie gleichermaßen: Handwerk und Design. Immer öfter werden sie in einem Atemzug genannt und greifen auf vielfältige Weise ineinander. Dass es nicht zwei konträre Disziplinen, sondern zwei Seiten ein und derselben Medaille sind, macht die neue Publikation „Craft-based Design – On Practical Knowledge and Manual Creativity / Von Handwerkern und Gestaltern“ auf einzigartige Weise deutlich. Am 3. Oktober wurde das im renommierten Schweizer Fachbuchverlag Niggli erschienene Werk von Univ.-Prof. (NDU) Mag.art. Hans Stefan Moritsch, Studiengangsleiter BA Design, Handwerk & materielle Kultur an der New Design University, in Wien offiziell präsentiert – und zwar in der gut besuchten Glashütte Comploj, in der mit Robert Comploy einer der Gestalter kreiert und produziert, die in dem druckfrischen Werk auf besondere Weise portraitiert werden und allesamt auf ganz eigene Weise die Symbiose von Handwerk und Design leben.

 

Buchpräsentation in der vollen „Glashütte Comploj“ in Wien. Neben NDU-Rektor Prof. Dr. Herbert Grüner gab Buch-Autor Univ.-Prof. (NDU) Mag.art. Hans Stefan Moritsch, Studiengangsleiter BA Design, Handwerk & materielle Kultur an der NDU, erste Einblicke. © NDU

 

„Wissenschaft und Kunst, Handwerk und Analyse, regionales Arbeiten und internationale Ausrichtung, individuelles Arbeiten und Netzwerk-Arbeiten – das sind alles Dinge, die auf den ersten Blick nicht zusammen gehen“, so Prof. Dr. Herbert Grüner, Rektor der NDU, die mit zahlreichen Präsentationen bei der VIENNA DESIGN WEEK vertreten ist. „Craft-based Design“ zeige, dass zunächst konträr Wirkendes durchaus zusammen gehe. Wie Handwerk, das auf seine Tradition stolz sein könne, und das in den Kreationen der präsentierten Gestaltern „gleichzeitig dieses in die Zukunft gerichtete, individuelle, experimentelle, innovative Element hat.“

 

Das Interesse war und ist groß. © NDU

 

Österreichischen Gestaltern von Vorarlberg bis Wien wird in der Publikation über die Schulter geschaut. „Im Hintergrund dieses Buches steht eigentlich ein Forschungsprojekt, das im Jahr 2014 gestartet ist – nämlich das Forschungsprojekt ‚Practice based research manual and material culture’“, das ein nach Start des Studiengangs Handwerk & materielle Kultur an der NDU initiiert wurde, so Moritsch. „Dabei haben wir untersucht, welches Wissen gestaltendes Handwerk in sich trägt.“ Zahlreiche Interviews wurden mit Gestaltern und Unternehmen geführt „und versucht, diesen Erfahrungsschatz zu dokumentieren.“ Neben einem Forschungsbericht sei dem Studiengangsleiter aber auch wichtig gewesen, die Personen zu zeigen und auch einen Einblick in deren Leben und Arbeiten zu geben. „Wir wollen auch dokumentieren, dass handwerkliche Produktion als eigenständige gestalterische Position wie Design oder Architektur im 21. Jahrhundert seinen Platz hat“, beschreibt Moritsch. Dies ist mehr als nur gelungen.

 

Welche Rolle spielt das Handwerk im postindustriellen Zeitalter? Kann es mit der zunehmenden Digitalisierung aller Lebensbereiche als wirtschaftlich tragfähiges Modell standhalten?
Eine neue Generation produzierender Gestalterinnen und Gestalter ergreift die Chance, Tradition und Moderne zusammenzubringen: Ansätze aus Forschung und Wissenschaft setzen sie in ihrer handwerklichen Praxis um und beweisen, dass das gestaltende Handwerk Anschluss an die gegenwärtige Lebens- und Arbeitswelt finden kann. (Auszug aus dem Klappentext)

 

Hinter dem Cover stecken spannende Gestalter-Geschichten mit Bildern der Arbeiten und Werkstätten sowie persönlichen Wissensdialogen. © NDU

Craft-based Design portraitiert im Generationendialog mit Martin Aigner, Peter Bruckner, Robert Comploj. Rudolf Gritsch, Sandra Haischberger, Beate von Harten, Arnold Meusburger. Veronika Persché, Thomas Rösler und Martina Zwölfer zehn ausgewählte gestaltende Handwerker, die mit unterschiedlichen Bildungshintergründen gestalterische Arbeit, Technologie und Produktion verbinden sowie internationale Erfahrung geschickt nutzen, um in kleinen Strukturen selbstbestimmte und ökonomisch erfolgreiche Geschäftsmodelle zu entwickeln.
Bilder der Arbeiten und Werkstätten sowie persönliche Wissensdialoge mit den kreativen Köpfen geben einen eindrucksvollen Einblick in das zeitgenössische Handwerk und zeigen es als eigenständige Position des 21. Jahrhunderts.
Entstanden ist ein sehens- und lesenswertes Werk, das die heimischen Kreativen und das gelebte Duett von Handwerk und Design in den Mittelpunkt stellt.

 

www.ndu.ac.at

 


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