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Eine ausgezeichnete Premiere

feierte der Austrian Interior Design Award 2018. Vor kurzem wurden die Gewinner des ersten österreichweiten Designpreises feierlich gekürt.

 

Die Vorfreude war riesig, die in der Luft liegende Spannung fast schon greifbar und nun war er endlich soweit: Vorhang auf und Bühne frei für die Gewinner des Austrian Interior Design Awards 2018 hieß es am Montag, den 20. August, im Museum der Moderne in Salzburg. Bei einer feierlichen Abendveranstaltung wurden die Besten der Besten gekürt.

 

Gekürt: Die glücklichen Gewinner des Austrian Interior Design Award 2018. ©Ralph Fischbacher

 

313 Einreichungen, 18 Kategorien, 18 glückliche Sieger – das ist die Bilanz des ersten österreichweiten Designpreises für die Bereiche Produktdesign und Innenarchitektur, der eine fulminante Premiere und neben den Gewinnern insbesondere für den Initiator und Veranstalter des Awards, dem Möbel- und Holzbau-Cluster (MHZ) der oö. Standortagentur Business Upper Austria, ein mehr als erfreuliches Ergebnis hinlegte.

Bei einer feierlichen Veranstaltung wurden die Sieger geadelt. Durch den Abend führte ORF-Moderator Tarek Leitner. ©Ralph Fischbacher

„Die Zahl und vor allem die Qualität der Einreichungen haben alle unsere Erwartungen übertroffen. Die Reaktionen aus der Branche sind überwältigend. Das zeigt uns, dass wir mit dem Award ein wichtiges Mittel ins Lebens gerufen haben, um herausragende Interiorprodukte und Innenarchitekturprojekte aus Österreich entsprechend zu würdigen“, so Erich Gaffal, Clustermanager des MHC.

 

Am Puls der Designzeit

Quer durch alle Bereiche des Interior Designs wurden die besten Kreationen und Projekte gesucht und alle 313 Einreichungen aus insgesamt 18 Kategorien dann von einer unabhängigen Fachjury besonders hinsichtlich Eigenständigkeit und Innovationsgrad der Gestaltung beurteilt.

Starker Award, starkes Team: DI (FH) Christian Altmann, MBA (Prokurist Business Upper Austria), Erich Gaffal (Cluster-Manager MHC), Dr. Brigitta Pallauf (Landtagspräsidentin von Salzburg), Mag. Susanne Susanka (Museum der Moderne Salzburg), Mag. Oliver Wagner (ITG Salzburg), Ing. DI (FH) Werner Pamminger, MBA (GF Business Upper Austria). ©Ralph Fischbacher

Neben der ästhetischen Qualität der Gestaltung wurden dabei auch das Verhältnis von Form und Funktion sowie die Qualität der Ausführung unter die Lupe genommen.
Zusätzlich zu den gängigen Kategorien hat man mit der Sonderkategorie „GreenDesign“ einen Anstoß für Design am Puls der Zeit geschaffen. Neben außergewöhnlicher Gestaltung wurde auch die Materialwahl in Hinblick auf Nachhaltigkeit besonders beurteilt. Als weiteres Highlight wurde im Bereich der Innenarchitektur-Projekte die Sonderkategorie „Storage“ entwickelt worden, um dem Wohntrend hin zu immer kleineren Räumlichkeiten mit flexibler Innenraumgestaltung gerecht zu werden.
In der dritten Sonderkategorie „Superflex“ konnten Möbel eingereicht werden, die durch Multifunktionalität einen Mehrfach- oder Zusatznutzen zu ihrer eigentlichen Funktion aufweisen.

 

And the Winner is …

Die Ergebnisse, die Preisträger 2018 und deren Projekte sprechen für sich.

 

… in der Kategorie Produktdesign

Zeigen zahlreiche Unter- in der großen Kategorie „Produktdesign“ die Fülle an innovativen, heimischen Design, machte mit „HIAS“ eine Einreichung aus der Steiermark das Rennen im Bereich „Produktdesign I Sitzen“. Die von Matthias Hierzer, amm – architektinnen machen möbel für amm – architektIinnen machen möbel, Institut für Raumgestaltung,TU Graz gestaltete und von BRAUCHST Gestaltungswerkstatt gefertigte Kreation, vereint viele Eigenschaften in einem einzigen Sitzmöbel: Klappbar, stapelbar, tragbar, indoor, outdoor, leicht – und vor allem gemütlich. Das elegante Sitzmöbel passt in viele Situationen, egal ob ins Wohnzimmer, in den Arbeitsraum, einfach nur beim Plaudern mit Freunden oder in einer geselligen Runde im Park. Die ungewöhnlich tiefe Sitzfläche lädt zum bequemen, legeren Sitzen ein. Bei der Ausführung wurden hochwertige, natürliche Materialien wie Massivholz (Nuss) natur geölt und Hanfseil, als Designelement gewählt. HIAS übersetzt das Konzept des Klappstuhls in ein modernes, zeitgemäßes Lounge- und Outdoor-Möbel und überzeugt mit solider, traditioneller Materialienwahl – formal und funktional.

 

Austrian Interior Design Award 2018 – Winner der Kategorie „Produktdesign I Sitzen“: HIAS. Design: Matthias Hierzer, amm – architektinnen machen möbel. Auftraggeber: amm – architektIinnen machen möbel, Institut für Raumgestaltung,TU Graz. Hersteller: BRAUCHST Gestaltungswerkstatt. © amm, Otto Kaltner

In der Kategorie „Produktdesign I Tisch“ räumt eine Einreichung auf Oberösterreich den Austrian Interior Award 2018 ab: VIVO Swing von ANREI. Das variantenreiche Speiseprogramm VIVO beeindruckt mit seiner außergewöhnlichen Leichtigkeit in Form und Funktion. Die erfrischende Geradlinigkeit des Designs lässt es zu, den Tisch im Raum mit unterschiedlichsten Möbeln und Materialien zu kombinieren. VIVO setzt einen modernen Akzent, der Komfort und Wohnlichkeit unterstreicht, lädt ein zu Kommunikation und Lebensgenuss und ist ein attraktiver Blickfang. Scheinbar schwebend ruht die massive Tischplatte auf dem zart anmutenden Fußgestell aus Holz oder Metall. Besonders die gestalterische Ausgewogenheit zeichnet das Design von VIVO aus. Die innovative Auszugsmechanik bietet sekundenschnell Platz für alle Gäste.

 

Austrian Interior Design Award 2018 – Winner Kategorie „Produktdesign I Tisch“. Design & Hersteller: Design: ANREI-Reisinger Gesellschaft m.b.H. © ANREI-Reisinger Gesellschaft m.b.H.

 

Die Sitzgruppe HELSINKI der ADA Möbelfabrik GmbH und damit eine Einreichung aus der Steiermark gewinnt in der Kategorie „Produktdesign I Polstermöbel“. Mit der in Österreich gefertigten Kollektion „Terra“ greift der Polstermöbelspezialist ADA den Trend zu natürlichen Materialien auf und kombiniert höchsten Komfort, Wohngesundheit und modernes Design zu zeitlosen Klassikern. Die Linie zeichnet sich durch den Einsatz von Elementen in Massivholz aus, die Wärme und Gemütlichkeit versprühen. Um den natürlichen, wertigen Charakter des Holzes zu erhalten, wird es ausschließlich mit Beizen auf Wasserbasis und hochwertigen Ölen behandelt. Ein spannender Mix aus edlem Massivholz, feinsten Bezugsmaterialien und kühlen Metallfüßen macht die Sitzgruppe HELSINKI zu einem zeitlos-modernen Blickfang in jedem Zuhause. Die stilvolle Ruheinsel, entworfen vom österreichischen Designer Georg Mähring, vermittelt mit ihrem ausdrucksstarken Holzsockel ein Gefühl von Geborgenheit und Bequemlichkeit. Die angenehm weiche Polsterung und die großzügigen Sitzkissen, die passgenau in die Ausnehmungen des massiven Holzrahmens eingebettet sind, laden zu purer Entspannung ein.

 

Austrian Interior Design Award 2018 – Winner Kategorie „Produktdesign I Polstermöbel“: Sitzgruppe Helsinki. Design: Georg Mähring. Hersteller: ADA Möbelfabrik GmbH. © ADA Möbelfabrik GmbH

 

Der Gewinner in der Kategorie „Produktdesign I Küche“ kommt mit der Strasser Natursteininsel ST-ONE wiederum aus Oberösterreich. Die als Kubus oder Quader ausgeführte Kücheninsel vermittelt dem Betrachter das Bild einer in sich geschlossenen Fläche – wie aus einem einzigen Steinblock geschnitten. Gleichzeitig ist alles Schwere, Massive aufgehoben und die Natursteininsel scheint über dem Boden zu schweben, was durch den nach hinten versetzten, beleuchteten Sockel ermöglicht wird. Das Frontbild ist bei allen Exponaten einzigartig, da es aus einer Platte geschnitten wird und somit ein durchlaufendes Strukturbild gewährleistet. Jede Insel wird somit zum monolithischen Unikat und ist in ihrer Struktur einzigartig. Die Fronten der ST-ONE sind nur 10 Millimeter schlank und verfügen zusätzlich über die „knock to open“ Öffnungstechnik, die in Kooperation mit Miele entwickelt wurde sowie patentierte Befestigungsbeschläge, die die justierbare Verbindung der Steinfronten zu den gezinkten Massivholzladen gewährleistet. Die Natursteininsel ist mit verschiedenen Zeichnungen – von dezenter Marmorierung bis zu wildem Feuer – erhältlich.

 

Austrian Interior Design Award 2018 – Winner Kategorie „Produktdesign I Küche“: STRASSER Natursteininsel ST-ONE. Design: Georg Hochleitner, STRASSER Steine GmbH. Hersteller: STRASSER Steine GmbH. © STRASSER Steine GmbH

 

Feinarbeit, reduzierte Flächen und filigrane Füße – das zeitlos elegante Bett „Light“ scheint im Raum zu schweben und die Einreichung aus Oberösterreich ist der Gewinner des Austrian Interior Design Award 2018 in der Kategorie „Produktdesign I Schlafen“. Gestaltet von Stefan Radinger und hergestellt von walden GmbH, sorgt das klare, geradlinige Design ohne grelle Farben und chaotische Formenfür Erholung und Ruhe im Schlafzimmer. Bei der Gestaltung wurde insbesondere auf natürliche Materialien Wert gelegt: Zu 100% metallfrei in der Ausführung ist „Light“ in Nussbaum oder Eiche in verschiedenen Größen erhältlich. Das klassische, schlichte Bett sorgt durch die Materialwahl für ein angenehmes Raumklima. „Light“ zeigt eine ausgewogene Einheit von Form und Funktion und zeichnet sich durch seine filigrane Optik und ein ehrliches, sich selbst weitgehend zurücknehmendes Design aus.

 

Austrian Interior Design Award 2018 – Winner Kategorie „Produktdesign I Schlafen“: Bett „Light“. Design: Stefan Radinger. Hersteller: walden GmbH. © walden GmbH

 

Aus Niederösterreich kam jene Einreichung, die die hochkarätige Award-Jury in der Kategorie „Produktdesign I Storage“ überzeugte: Das modulare Regalsystem Fidan, gestaltet von Larissa Fidan Wagner in Kooperation mit Günther Höchtl. Es fügt sich gut in Räume ein und kann den individuellen Bedürfnissen der Nutzer angepasst weren. Durch die Gestaltung verschmelzen Form und Funktion in idealer Weise. Fidan zeichnet sich durch hohe Flexibilität, einfache Montage, modulare Bauweise und geringe Herstellkosten aus. Es kann von einer einzelnen Person auf- und abgebaut werden. Die Länge der Fachböden lässt sich individuell an den Raum anpassen. Selbst in verwinkelten Räumen können anspruchsvolle Lösungen umgesetzt werden. Besonders die einfache Handhabung zeichnet das als Baukastensystem konzipierte Stauraummöbel aus. Mit wenigen Handgriffen kann etwa eine Wohnzelle für den Gast gestaltet werden. Die Regalelemente sind drehbar und die Fachböden lassen sich als Lattenrost für Schlafelement und Tisch umfunktionieren. Regalflächen übernehmen ergänzende Funktionen wie Sitzbank, Kleider- und Schuhablage. Höhe, Breite, Tiefe und Dekor sind variierbar.

 

Austrian Interior Design Award 2018 – Winner Kategorie „Produktdesign I Storage“: Regalsystem Fidan. Design: Larissa Fidan Wagner in Kooperation mit Günther Höchtl. © Patrick Staudinger

 

Der Winner in der Kategorie „Produktdesign I Beleuchtung“ kommt mit der Einbauleuchte mit Sichtbetonkapsel von Georg Bechter Licht aus Vorarlberg und wurde von Georg Bechter „himself“ unter Mitarbeit von Simon Walser kreiert. Klein, rahmenlos und flächenbündig integriert, bietet die Sichtbetonkapsel ein Lichtsystem, das hohe Anwenderfreundlichkeit, beste Lichtqualität und die Ästhetik einer ungestörten Sichtbetondecke miteinander verbindet. Obwohl die in die Decke integrierte Lichtquelle kaum wahrnehmbar ist, bietet sie großzügig Licht. Die Sichtbetonkapsel bringt ein System auf einen 28mm kleinen Punkt, der als minimaler Deckenauslass ein LED-Modul aufnehmen kann. Durch die innovative Schalungstechnik des eigens entwickelten Einbaumoduls entsteht eine elegante Lichtlösung in Beton – integriert, reduziert und zurückhaltend. Sie lässt sich einfach und beinahe werkzeuglos auf der Schalung platzieren und bleibt durch den Abstand des Kapselhalses zur Betonvorderkante unsichtbar. Auch ihre Füße verschwinden durch das kugelartige Ende im Material. Durch gezielt eingesetzte Reflektoren, die schöne Lichtkegel in den Raum werfen und die feine Schattenbildung, die Materialien in ihrer Brillanz wirken lassen, entsteht mit der Sichtbetonkapsel eine Lichtlösung, die Räume ungestört wirken lässt.

 

Austrian Interior Design Award 2018 – Winner Kategorie „Produktdesign I Beleuchtung“: Einbauleuchte mit Sichtbetonkapsel. Design: Georg Bechter / Mitarbeit: Simon Walser. Hersteller: Georg Bechter Licht. © Georg Bechter Licht

 

In der Produktdesign-Sonderkategorie „GreenDesign“ begeistert eine Einreichung aus Oberösterreich ganz besonders: „Relief“. Die Verwendung von Holzresten, die üblicherweise einer thermischen Verwertung zugeführt werden, steht im Fokus der Kommode aus der Designfeder von Christian Klaner und hergestellt von der Tischlerei Klaner aus Oberösterreich. Dabei wurden Holzleisten aus dem Verschnitt gesammelt, in verschiedenen Breiten und Tiefen reliefartig zusammengesetzt und daraus ein neuer Plattenwerkstoff geschaffen. Diese Herangehensweise ist ein gutes Beispiel für die Kaskadennutzung von Materialien, die über mehrere Stufen hinweg möglichst lange im Wirtschaftssystem zirkulieren sollen. Die in der Form schlichte Kommode ist zur Gänze aus Reststoffen gefertigt. Die wiederholende Struktur des Holzreliefs an den Seiten und Fronten zeigt eindrucksvoll den attraktiven Charakter von Massivholz und verleiht dem Möbel ein unverwechselbares, prägnantes Erscheinungsbild.

 

Austrian Interior Design Award 2018 – Winner Kategorie „Produktdesign I Sonderkategorie GreenDesign“: Kommode „Relief“. Design: Christian Klaner. Hersteller: Tischlerei Klaner. © Tischlerei Klaner

 

Das bekannte Büromöbelsystem PIXEL von Bene, eine Einreichung aus Niederösterreich, gewinnt in der Produktdesign-Sonderkategorie „Superflex“. Designt von Christian Horner und Didi Lenz, hergestellt von der BENE GmbH, kommt es überall dort zum Einsatz, wo im Geschäftsalltag spielerische Ideen gefragt sind – sowohl kulturell als auch räumlich. Die kleinen Boxen aus rohem Kiefersperrholz können als flexibler Baustein, der unendlich viele Möglichkeiten bietet, Räume individuell für unterschiedliche Teamaufgaben gestalten. Besonders in Zonen im Unternehmen, die eine vitale Gruppendynamik fördern und kreativen Spielraum bieten, schafft PIXEL eine neue Dimension der Teamarbeit und Begegnungskultur. Ob Tisch, Stauraum, Sitzgelegenheit oder alles gleichzeitig – PIXEL ist universell einsetzbar. Die Boxen des flexiblen Möbelsystems, das von Didi Lenz konzeptioniert und von Christian Horner designt wurde, sind mit oder ohne seitliche Öffnung erhältlich, um Stauraum zu schaffen. Tragegriffe sorgen für die seitliche Verbindung zweier Boxen durch einfaches Umklappen. Das PIXEL Top in verschiedenen Größen schließt die Boxen und formt Sitzgelegenheiten, Tische oder Regalsysteme, je nach den situativen Bedürfnissen der Benutzer. Bei der Design-Charakteristik wurde bewusst auf unbehandeltes Kiefern-Sperrholz gesetzt, das sowohl Äste als auch Risse in den Deckschichten aufweisen darf.

 

Austrian Interior Design Award 2018 – Winner Kategorie „Produktdesign I Sonderkategorie Superflex“: PIXEL. Design: Christian Horner, Didi Lenz. Hersteller: BENE GmbH. © Daniela Trost, Andrea Hirsch

 

Gewinner in der Kategorie „Innenarchitektur“

Mit ihren Projekten überzeugten auch die nun strahlenden Sieger der zweiten großen Austrian Interior Design Award-Kategorie „Innenarchitektur“.

So machte mit einem Einfamilienhaus in Altaussee eine Einreichung aus Wien das Rennen in der Kategorie „Innenarchitektur – Privat I Wohn- und Essbereich“. Von GOOS Architekten für einen privaten Auftraggeber gestaltet und von der Tischlerei Speigner GmbH ausgeführt, entstand dabei durch den Rück- und Umbau einer alten Scheune entstand ein modernes Wohnhaus, das sich an Traditionen anlehnt und mit deren Grenzen spielt. Die Kubatur der alten Scheune wurde bei der Neuinterpretation der aktuellen Nutzung bewahrt. Im Inneren teilt sich das Haus in einen Bereich mit massivem Sockel und in eine Pfostenriegelkonstruktion in den oberen Geschossen auf. Die klaren, reduzierten Innenräume stehen in Kontrast mit der eher traditionellen Formensprache im Außenraum. Der neue Ausbau befindet sich als massives Fichtenmöbel in der Hülle der alten Scheune und setzt sich optisch von dieser ab. GOOS Architekten mit Sitz in Wien arbeiten beim vorliegenden Projekt mit einer klaren Formensprache und setzen auf hochwertige Materialien und ansprechende Details aus. Im Fokus liegen das Haptische und der erlebbare Raum.

 

Austrian Interior Design Award 2018 – Winner Kategorie „Innenarchitektur – Privat I Wohn- und Essbereich“: Einfamilienhaus Altaussee. Gestaltung: GOOS Architekten. Auftraggeber: Privat. Ausführung: Tischlerei Speigner GmbH. © Adolf Bereuter

 

Der Gewinner in der Kategorie „Innenarchitektur – Privat I Küche“ kommt mit „Hochgarten 29“ aus Oberösterreich. Gestaltung nahm Martin Mühlböck in seinem eigenen Namen sowie für Maria Mühlbeck in Angriff, umgesetzt wurde das Winner-Projekt von der mühlböck küch.raum gmbh. Die Planung des in Neuhaus an der Donau umgesetzten Projektes erfolgte dabei von innen nach außen, denn sämtliche Inneneinrichtungselemente standen schon zu Beginn des Baus bis ins Detail fest. Diese Herangehensweise war auch Grundlage für die Gestaltung des weitläufigen, offenen Küchenwohnraums, der mit einem dahinterliegenden großen Fenster einen Ausblick auf einen kleinen angrenzenden Birkenwald bietet. Die in Anthrazit gehaltene Keramikküche, eine Entwicklung der mühlböck küche.raum GmbH, ist Herzstück des Hauses. Die wie ergrautes Holz wirkende Decke erweckt den Eindruck, als ob sich der Holzboden in der Decke spiegeln würde. Die Küche lässt sich durch eine raffinierte, zusammenklappbare Eschenholzwand von der Backstage-Küche, die viel Platz für Vorbereitungsarbeiten bietet, trennen. Ein großzügiger, geölter Eschenvollholztisch ergänzt das Küchenkonzept.

 

Austrian Interior Design Award 2018 – Winner Kategorie „Innenarchitektur – Privat I Küche“: Hochgarten 29. Gestaltung: Martin Mühlböck. Auftraggeber: Maria & Martin Mühlböck. Ausführung: mühlböck küch.raum gmbh. ©mühlböck küch.raum gmbh

 

Eingebettet in den Empfangsbereich einer privaten Villa zeigt sich der Private Spa K I, eine Einreichung aus Oberösterreich und Gewinner der Kategorie „Innenarchitektur – Privat I Badezimmer“ offen und dem Besucher zugewandt, im Bedarfsfall aber auch zurückgezogen und intim hinter einem bühnenartigen Vorhang. Gestaltet von Franz Wielach und von der Wielach EinrichtungsDesign GmbH für einen privaten Auftraggeber umgesetzt, bietet der Eingangsbereich des Spas, der auch die Eingangstür dezent integriert, mit einer großen Schrankwand im Vorraum ausreichend Stauraum für das Bad. Im Bade- und Wellnessbereich befindet sich eine eigens entworfene und angefertigte Saunakabine. Außerdem wurden gerundete, fahrbare Barmöbel, eine großzügige Dusche sowie ein Hallenbad gestaltet. Bei der Ausführung wurden hochwertige Materialien, u.a. amerikanischer Nussbaum furniert, Corian und Textil gewählt.

 

Austrian Interior Design Award 2018 – Winner Kategorie „Innenarchitektur – Privat I Badezimmer“: Private Spa K I. Gestaltung: Franz Wielach. Auftraggeber: Privat. Ausführung: Wielach EinrichtungsDesign GmbH. © Silvia Reimaier

 

Mit dem „Wohnmöbel“ kreierte Zirup für einen privaten Auftraggeber für eine Zweizimmer-Wohnung in Wien Hietzing eine moderne, zeitgemäße Wohnlösung für kleinste Räumlichkeiten, die dann von der Tischlerwerkstätte Wegscheider realisiert wurde. Die Einreichung aus Wien, die beim Austrian Interior Design Award 2018 in der Kategorie „Innenarchitektur – Privat I Schlafzimmer“ das Rennen machte, ist eine Maßarbeit, die auf mehreren Ebenen verschiedene Funktionen in einem Objekt vereint. Neben der Schlafstätte, zu der man über eine Stiege in die obere Ebene gelangt, bespielt das Wohnmöbel auch die Funktion „Arbeiten“ und bietet ausreichend Stauraum. Das Wohnmöbel wurde komplett aus lackiertem Birkensperrholz gefertigt. Auch die Ausführung kombiniert Design und Funktion gekonnt. Gelochte Platten im Bereich der Decke belüften das Hochbett und verbessern zugleich die Raumakustik für ein angenehmes Wohngefühl. Das kompakte, funktionale Möbel spiegelt den Zeitgeist des „Smart Living“ wider und punktet mit erweiterter Wohnqualität auf kleinstem Raum.

 

Austrian Interior Design Award 2018 – Winner Kategorie „Innenarchitektur – Privat I Schlafzimmer“: Wohn- und Schlafmöbel. Gestaltung: Zirup ZT OG. Auftraggeber: Privat. Ausführung: Tischlerwerkstätte Wegscheider. © Anna Niederleitner

 

„Wild muss es werden – ganz Salzburg soll darüber reden!“ – so die Aufgabenstellung des Auftraggebers Yaoyao Hu an die Gestalter Barbara Gollackner / Michael Walder, der Konzept von GTC Gastrosysteme, B und P GmbH ausgeführt wurde und nun den Austrian Interior Design Award 2018 in der Kategorie „Innenarchitektur – Objekt I Gastronomie, Hotellerie“ absahnt. Die Rede war von „Maneki Neko“, einem asiatischen Fastfood Lokal, das gesunde und hochqualitative Speisen in der Salzburger Altstadt anbietet. Eine weitere Vorgabe war, jegliche Ähnlichkeit mit bereits bestehenden Lokalen des Eigentümers, die in Naturtönen und Grün gehalten sind, zu vermeiden. Aus diesen Vorgaben heraus wurde das gesamte Lokal vom Boden bis zur Decke in einem klassischen Asiarot designt. Bei der Gestaltung wurde auf schlichte und geradlinige Möblierung gesetzt. Der außergewöhnliche Grundriss des Lokals wird durch die Anordnung der offenen Küche und des Bestellbereichs an einer Stirnseite des Raumes verstärkt. Die schmalen, langen Stehtische sowie die Wandregale und Fenstertische betonen die horizontalen Linien, die sich durch das gesamte Raumkonzept ziehen. Direkt aus den Rahmen der Tische baumeln Lampen und „Überkopfpflanzen“ und setzen punktuelle Akzente und lassen das Lokal in seiner Schlichtheit sympathisch wirken. Bei Bedarf teilen zwei raumhohe Vorhänge das Lokal in verschiedene Zonen oder schirmen Küche und Abwaschbereich vor Gästeblicken ab.

 

Austrian Interior Design Award 2018 – Winner Kategorie „Innenarchitektur – Objekt I Gastronomie, Hotellerie“: Maneki Neko. Gestaltung: Barbara Gollackner / Michael Walder. Auftraggeber: Yaoyao Hu. Ausführung: GTC Gastrosysteme, B und P GmbH. © Michael Walder

 

Vorgabe für die Räumlichkeiten des Private Bankings der Raiffeisenbankfiliale Ried im Innkreis, eine Einreichung aus Oberösterreich, die mit dem Austrian Interior Design Award in der Kategorie „Innenarchitektur – Objekt I Office“ geadelt wird, war es, einen eigenen Welcome Desk mit Wartebereich, drei Beraterbüros für die Kundengespräche und bewusst davon getrennte Arbeitsplätze für die Berater zu gestalten. Dabei wurden bestehende Materialien übernommen, hochwertig bearbeitet und durch Akzente in kräftigem Rot ergänzt. Die drei Beraterbüros wurden in unterschiedlicher Stilistik gehalten, um den Beratern die Möglichkeit zu geben, je nach Kunde einen Raum auszuwählen. Eines der drei Beraterbüros greift die Gestaltung der hochwertigen, gestreiften Wandverkleidung des Empfangsbereichs auf, während der zweite Raum mit einer textilen Wandverkleidung, die mit einem Anzugstoff als Reminiszenz an die Bank gepolstert wurde, ausgestattet ist. Im dritten Büro sorgen lockere, loungeartige Möblierung, hinterleuchtete Wandverkleidung in Eiche, weicher Teppich auf hellem Parkett und eine Stehleuchte für eine bewusst wohnlichere Atmosphäre. Die Herausforderung in der Planung, den Private Banking Bereich als hochwertigen Teil des Bestandes zu gestalten, ohne gegenüber dem restlichen Bankgebäude als Fremdkörper zu wirken, wurde optimal umgesetzt.

 

Austrian Interior Design Award 2018 – Winner Kategorie „Innenarchitektur – Objekt I Office“: Private Banking Raiffeisenbank Ried i.I. Gestaltung: Andreas Matulik. Projektleitung: Alexandra Gierlinger, Mitarbeit: Dea Schmitsberger, Stefanie Bachleitner. Auftraggeber: Raiffeisenbank Ried im Innkreis e.Gen. Ausführung: Tischlerei Huber, Tischlerei Lindlbauer. © Oliver Hallwirth, raumpixel.at

 

„Eisdieler“ – so der Name der Einreichung aus Oberösterreich, die in der Kategorie „Innenarchitektur – Objekt I Shop, Ladenbau“ alle anderen Projekte ausstach. Dem Gestaltungsprinzip des Eisdielers folgend, bei dem das gesamte visuelle Erscheinungsbild generell in Schwarz und Weiß gehalten ist, konzipierten die Profis der X Architekten ZT GmbH im Auftrag der schwar(w)ei gastro gmbh die Verkaufsfläche in der Shopping Mall Plus City in Pasching, die dann von Tischlerei Kirchberger, DesignArtDX realisiert wurde. Der winzig kleine Shop, der eher einer zur Mall hin offenen Nische ähnelt, wurde in unregelmäßig gebrochene Flächen zerlegt. Die Designelemente ähneln Kristallen, die aus Boden, Wänden und Decke wachsen. Kühlpulte, Informationstafeln, Sitznische, Laden, Halterungen und Wasserspender sind in diese künstlich geschaffene Topografie integriert. Die rhythmisch gesetzten, schwarz und weiß gezackten Linien, die das gesamte Shopkonzept überziehen, erschaffen zusätzlich zur tatsächlichen Dreidimensionalität durch das Muster vorgetäuschte Illusion von Körpern. Das Design funktioniert am spezifischen Ort des Einkaufszentrums und lässt durch seine strikte Schwarz-Weiß-Ornamentik den eigentlich kleinen Raum größer erscheinen.

 

Austrian Interior Design Award 2018 – Winner Kategorie „Innenarchitektur – Objekt I Shop, Ladenbau“: Eisdieler. Gestaltung: X Architekten ZT GmbH. Ausführung: Tischlerei Kirchberger, DesignArtDX. Auftraggeber: schwar(w)ei gastro gmbh. © Romana Ring

 

Als Vorlage für den Lifestyle von heute gibt bei Voglauer die alpine Tradition den Ton an. Nach dem Motto „Natur als Quelle der Inspiration“ präsentierte das Salzburger Unternehmen auf der internationalen Möbelmesse in Köln 2018 seine Möbelprogramme – und gewinnt mit dem vom Messearchitekturteam Voglauer gestalteten und von Voglauer Möbelwerk realisierten Projekt den Austrian Interior Design Award in der Kategorie „Innenarchitektur – Objekt I Public“. Das gesamte Konzept des Messestandes greift die alpine Tradition als Gestaltungselement auf: Passend zur präsentierten Kollektion von neuen Badezimmermöbeln schafft ein spektakulärer Brunnen, der an einen Almtrog erinnert, eine alpine Stimmungswelt. In der Präsentation der neuen Wohnprogramme wird das Ambiente von traditionellen Stuben mit dem Anspruch des zeitgemäßen Lifestyles vereint. Das Konzept des gesamten Messestandes ist inspiriert von der Natur und kombiniert alpinen Zeitgeist mit handwerklichen Details.

 

Austrian Interior Design Award 2018 – Winner Kategorie „Innenarchitektur – Objekt I Public“: Messestand IMM Köln 2018. Gestaltung: Messearchitekturteam Voglauer. Ausführung: Voglauer Möbelwerk. © Voglauer / Florian Vierhauser

 

Eine Sofawand mit Stauraum, gestaltet von Christine Lechner und Michael Trixl im Auftrag von Winfried Teufelberger und ausgeführt von der Tischlerei Modl ist Sieger in der Kategorie „Innenarchitektur I Sonderkategorie Storage“. In einer Ordination in der Salzburger Altstadt ohne Möglichkeit zur räumlichen Erweiterung musste Raum für einen zusätzlichen Sterilisationsbereich gefunden werden. Aufgrund der Stadtkulisse war es nicht möglich, in den Außenraum hinaus zu erweitern; daher musste in der bestehenden Struktur neuer Raum geschaffen werden. Die Vorgabe wurde durch eine Ausbuchtung vom Behandlungsraum in den bestehenden Warteraum erfüllt und als Rauminstallation in Form einer Polsterwand inklusive Stauraum mit integriertem Sofa umgesetzt. Das Sofa ist ein raumbildendes Element, das beide Räume ineinandergreifen lässt und einen positiven Einfluss auf die Akustik des Warteraumes ausübt. Die Farbgebung und Rhythmik der Polsterung spielt mit der floral bemalten, historischen Holzdecke der Ordination. Die wellenförmige und gepolsterte Struktur der Rauminstallation bietet als Designelement räumlichen Halt und schafft Struktur auf kleinem Raum.

 

Austrian Interior Design Award 2018 – Winner Kategorie „Innenarchitektur I Sonderkategorie Storage“: Sofawand mit Stauraum. Gestaltung: Christine Lechner, Michael Trixl. Ausführung: Tischlerei Modl. Auftraggeber: Winfried Teufelberger. © Melissa Zgouridi

 

Save the Date

Ist nach dem Award vor dem Award, findet der Austrian Interior Design Award nach der tollen Premiere seine Fortsetzung bereits im Mai 2019 anlässlich der Möbelfachmesse möbel austria. Die Einreichfrist startet voraussichtlich im Jänner 2019.

 

www.designpreis.at

 


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