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Wohnwelten 2.0

Die Zukunft individuellen Wohnens ist (auch) digital. Mit dem Projekt “Digital Furniture” zeigt der MHC einen zukunftsweisenden Ansatz.

 

Mit dem Projekt „Digital Furniture“ widmet sich der MHC der Digitalisierung und hat einen spannenden Lösungsansatz für die Möbelwelt entwickelt. © Lukas Kerschbaum

Möbel von der Stange sind zwar weiter beliebt, wer Individualität, Qualität und Maßarbeit schätzt, setzt auf Tischlerhandwerk. Mit Gefühl für das Material und Liebe zum Detail werden die guten Stücke gefertigt. Dies erfährt mit der Digitalisierung eine neue Facette. Wohnwelten werden digital(er) und um die Möbelproduktion in Oberösterreich nachhaltig sicherzustellen, werden sich Planung, Produktion, Vertrieb und Logistik grundlegend in Richtung Digitalisierung ändern müssen. Mit “Digital Furniture” hat der Möbel- und Holzbau-Cluster der oö. Standortagentur Business Upper Austria ein Projekt „Digital Furniture“ konzipiert, das alle Teilbereiche der Möbelbranche unter dem Aspekt der Digitalisierung neu betrachtet und einen ganzheitlichen Lösungsansatz für die Digitalisierung der Möbel- und Tischlerbranche entwickelt.

 

„Der Digital Furniture Cluster ermöglicht es auch kleinen Betrieben, im Zeitalter der Digitalisierung zu überleben.” – Erich Gaffal

 

Die ersten Prototypen der Möbel für den digitalen Vertrieb wurden in Linz präsentiert. © Lukas Kerschbaum

Projektpartner sind der Linzer Planungs-Plattform-Anbieter Roomle und die Abteilung Industrial Design an der Linzer Kunstuniversität, und  bei Digital Furniture treffen die digitale und die reale Welt aufeinander. Im Vordergrund steht die Frage, wie Möbel für den digitalen Vertrieb aussehen müssen.
Eine erste Antwort darauf liefern die sechs Prototypen und digitalen Zwillinge der Möbel, die im Zuge des Projekts für Roomle entstanden sind und beim Digital Furniture Talk im Rahmen der Jahresausstellung BestOFF18 der Kunstuni Linz das erste Mal präsentiert wurden.

 

Entwicklung mit viel Potenzial

Bei einer spannenden Podiumsdiskussion wurden zudem unterschiedliche Sichtweisen zum Thema Digital Furniture diskutiert.

Die Zukunft ist nah: Im Rahmen des Projekts sind sechs Prototypen und digitalen Zwillinge der Möbel für Roomle entstanden. © Roomle

Die Kernaussage: Der Kunde im digitalen Zeitalter spielt eine zentrale Rolle. Und gerade in der Möbelbranche bedeute Digitalisierung nicht gleich Globalisierung – ganz im Gegenteil. Gerade kleine und regionale Produzenten könnten durch die Digitalisierung profitieren.
Immerhin ermöglichen digitale Tools, individuelle Möbel zu entwerfen und auch in relativ kurzer Zeit zu produzieren. „Der Digital Furniture Cluster ermöglicht es auch kleinen Betrieben, im Zeitalter der Digitalisierung zu überleben“, so Erich Gaffal, Möbel- und Holzbau-Cluster-Manager.

 

Rekordzeit

Ein Möbel kommt selten alleine: Die digitalen Zwillinge der Prototypen auf Roomle. © Roomle

Ziel ist, vom Erstentwurf bis zum fertigen Möbel nicht länger als sechs Monate zu benötigen. Möbel sind derzeit bereits konfigurierbar, zu kaufen sind sie noch nicht. Das soll bis März möglich sein. Bis 2020 soll die Web-Plattform entstehen, auf der das Tool von Roomle integriert wird, und lokale Tischler können dann Produktionspartner werden. Der Digital Furniture Cluster versteht sich in dieser Wertschöpfungskette als Grundgerüst für die Digitalisierung – wie ein schlüsselfertiger Rohbau.

 

www.m-h-c.at

 


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