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Highlight von der City bis ins Ländle

Die NDU-Ausstellung „Neues Handwerk – neues Wirtschaften“ erobert nach Wien in Kürze auch Andelsbuch. Zwei Kreative erwartet noch mehr.

 

Prädikat sehenswert: Die NDU-Ausstellung „Neues Handwerk – neues Wirtschaften“ feierte bei der VIENNA DESIGN WEEK Premiere und ist nun bald bei „Handwerk + Form“ in Andelsbuch (Vorarlberg) zu sehen. © NDU

Von Sankt Pölten nach Wien und Vorarlberg – die Ausstellung „Neues Handwerk – neues Wirtschaften“ der New Design University spannt ihr Designnetz über ganz Österreich. Die Schau, die vermarktbare Kleinserienprodukte zeigt, wurde erst vor kurzem bei der VIENNA DESIGN WEEK erstmals der Öffentlichkeit präsentiert, nun nimmt sie Kurs auf Andelsbuch. Im Zuge des Gestaltungswettbewerbs „Handwerk + Form“ des Werkraum Bregenzerwald, der von Ausstellungen am 13. und 14. sowie von 18. bis 21. Oktober in alten Werkstätten, Stadeln und im Werkraumhaus selbst begleitet wird, ist die sehenswerte Ausstellung mit den raffinierten Kreationen in der Dorfwirtschaft Jöslar zu sehen.

 

„Der Archetypus Speis wird an den Zeitgeist der heutigen Gesellschaft herangeführt und in Form eines Produktes neu belebt“ – Marie Nemeth und Silvia Stocker über „Speisekammer“

 

Damit zeigen NDU und die kreativen Köpfe der bekannten Design-Ausbildungsstätte von Ost bis West in ganz Österreich kräftig auf – insbesondere im Rahmen und in Kooperation mit dem nur alle drei Jahre ausgeschriebenen Wettbewerb „Handwerk + Form“, der zum bereits achten Mal stattfindet, internationale Strahlkraft hat, ein wesentlicher Beitrag zur Förderung der Zusammenarbeit von Handwerkern mit Gestaltern ist und die Vielseitigkeit wie Innovationskraft in allen Bereichen des Handwerks in den Fokus rückt.

Einblicke: Die Schau präsentiert eine Auswahl der im Zuge des Kooperationsprojekt des Werkraum Bregenzerwald und des NDU-Bachelorstudiengangs „Design, Handwerk & materielle Kultur“ entstandenen Arbeiten. © Nikolaus Korab

Mittendrin statt nur dabei, werden dabei heuer erstmals in Form einer Sonderausstellung auch Kooperationsprojekte außer Konkurrenz von Handwerksbetrieben des Werkraum Bregenzerwald mit internationalen Designschulen präsentiert. Ein solches Kooperationsprojekt ist „Neues Handwerk – neues Wirtschaften / Designing Craft & Economics“ zwischen dem Werkraum Bregenzerwald und dem Bachelorstudiengang „Design, Handwerk & materielle Kultur“ der New Design University St. Pölten.

 

Erfrischend anders

Im Mittelpunkt der Ausstellung steht allerdings nicht das Objekt, sondern der Entstehungsprozess. Teams aus Studierenden des 5. Semesters und engagierten Mitgliedsbetrieben des Werkraum Bregenzerwald erarbeiteten dabei gemeinsam einerseits maßgeschneiderte Produktentwürfe und Prototypen für das jeweilige Unternehmen, als auch Konzepte und Strategien für deren Finanzierung und Verwertbarkeit im Kontext zeitgemäßer handwerklicher Produktion. Mit spannenden, ausgeklügelten und wortwörtlich sehenswerten Ergebnisse.
Eine Auswahl der entstandenen Arbeiten – vom Schlüsselanhänger, Tablett und Flaschenöffner über Stuhl und Duftlampe bis hin zum Regalsystem und Kleiderständer – zeigt die aktuelle Ausstellung und veranschaulicht gleichzeitig die didaktischen Formate, dokumentiert den Diskurs und den Wissenstransfer zwischen den jeweiligen Akteuren, gewährt Einblicke in die Prozesse, die Erfahrungen und in die verschiedenen Wege, die zu den entstandenen Produkten führten. Wie gesagt: Nicht das Objekt, sondern der Entstehungsprozess steht im Mittelpunkt – und führt damit zu einer besonderen Schau, die man sich nicht entgehen lassen sollte.

 

„Die Speis“ bei „Handwerk + Form“

Stark: Mit ihrem Projekt „Die Speis“ zeigen die NDU-Absolventinnen Marie Nemeth und Silvia Stocker auf – und wurden zum Wettbewerb „Handwerk + Form“ geladen. © Anna Sarcletti

Wer es bei der VIENNA DESIGN WEEK 2018 nicht geschafft hat, hat somit nun bald in Andelsbuch die Möglichkeit, sich selbst von der innovativen Power junger Kreativer und kompetenter Handwerker zu überzeugen.
Die NDU ist jedoch nicht nur durch die Ausstellung bei „Handwerk + Form“ vertreten, vielmehr wird zwei Absolventinnen der niederösterreichischen Privatuniversität eine besondere Ehre zuteil: Marie Nemeth und Silvia Stocker sind zum Wettbewerb eingeladen, zeigen ihr Projekt „Die Speis“, das während die während ihres Studiums „Design, Handwerk & materielle Kultur“ entstanden ist und nun im Laufe ihrer beruflichen Selbständigkeit weiterentwickelt wurde.

 

„Für uns war damals schon klar, dass wir beim nächsten Wettbewerb einreichen möchten“ – Marie Nemeth

 

Den Werkraum Bregenzerwald lernten sie ebenfalls zu Studienzeiten kennen – und schätzen. „Für uns war damals schon klar, dass wir beim nächsten Wettbewerb einreichen möchten“, so Nemeth. „Das Universitätsprojekt „Speisekammer“ von Marie war dafür wie geeignet“, freut sich Stocker, die mit Nemeth vor kurzem das „studio tut“ gegründet hat und Projekte im Bereich Produktdesign, Grafik und Ausstellungsdesign umsetzt. „Der Archetypus Speis wird an den Zeitgeist der heutigen Gesellschaft herangeführt und in Form eines Produktes neu belebt“, erklären die beiden Designerinnen ihr Ausstellungsstück. In Zusammenarbeit mit der Tischlerei Bereuter wurde ein kleinserientaugliches Produkt entwickelt, das handwerklich hergestellt und in weiterer Folge auf www.diespeis.at erhältlich sein wird.

 

www.ndu.ac.at

www.werkraum.at

 


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